


| Publikationen aus dem Pankreaszentrum | |||||||||||||||||
Nachfolgend möchten wir Sie auf unsere jüngsten Publikationen aus dem Pankreaszentrum zum Thema „Bauchspeicheldrüse“ hinweisen. Sonderdrucke können auf Anfrage jederzeit angefordert werden : |
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Perioperative management in distal pancreatectomy: results of a survey in 23 European participating centres of the DISPACT trial and a review of literature Trials. 2009 Jul 26;10:58. In dieser Publikation werden die Vorgehensweise (das sogenannte State of the Art) bei Pankreaslinksresektionen in den europäischen Pankreaszentren beschrieben. Bochum gehört demnach in Europa zur „Champions League“ und liegt bei den Pankreasresektionen an der 3. Stelle nach Heidelberg und Verona. Über Mausklick können Sie den gesamten Text aufrufen > hier Impaired glucose-induced glucagon suppression after partial pancreatectomy. J Clin Endocrinol Metab. 2009 Aug;94(8):2857-63. In dieser Arbeit haben wir bei 63 Patienten nach Pankreasresektion den Blutzuckerstoffwechsel, die Beta-Zellmasse (Insulin-produzierende Zellen) und das Glukagon vor und nach dem Eingriff untersucht. Functional assessment of pancreatic beta-cell area in humans. Diabetes. 2009 Jul;58(7):1595-603. Diese Basisarbeit zeigt eine enge Korrelation der Blutzuckerregulation zum Messverfahren für die pankreatische Beta-Zellmasse. Das Verhältnis von C-Peptid zum Glukosespiegel spiegelt die Beta-Zellmasse besser wieder als alle anderen Nüchternmessmethoden. Redo-Surgery following Curative Resection of Pancreatic Carcinoma: The Difference between True and Suspected Recurrence. Dig Surg 2009 May 20, 26(3): 222-228 [Epub ahead of print] In dieser Arbeit haben wir unsere Re-Eingriffe nach operativer Behandlung eines Pankreaskarzinoms untersucht. Insgesamt wurden von 2004 bis zum Stichtag 31.12.2008 410 Patienten wegen eines Pankreaskarzinoms operiert, in dieser Gruppe beinhaltet waren 17 Pateinten, die entweder bei uns oder auswärtig den Primäreingriff hatten. Eine erneute Tumoroperation war bei 5 Patienten möglich, interessanterweise fanden sich aber auch andere Befunde als erwartet, z.B. Anastomosenprobleme mit dem mit dem Darm verbundenen Pankreas oder der Gallenwege. Noch vor wenigen Jahren wurde von den Pankreaschirurgen die Indikation zu einem erneuten Eingriff nach einer zurückliegenden Whipple-Operation in der Regel nicht gestellt. Wir schlussfolgern aus diesen Daten, dass nach erfolgter Operation an der Bauchspeicheldrüse eine Re-Exploration des Bauches durchaus sinnvoll. Assessment of Pancreatic Hardness – Surgeon versus Durometer. J Surg Res 2008 Sep 16 [Epub ahead of print] Die Verbindung der Rest-Bauchspeicheldrüse mit dem Darm nach der bereits komplexen Teilentfernung des Tumortragenden Pankreasgewebe stellt die Achillesverse dar. Diese Verbindung – wir sprechen von der Pankreasanastomose - ist technisch schwierig und muss dicht sein, so dass die Verdauungsenzyme im Bauchraum kein Unheil anrichten können. Je weicher das Organ ist, desto schwieriger wird diese Anastomose und damit steigt die Gefahr, dass diese Anastomose undicht (insuffizient) wird und eine lebensbedrohliche Komplikation entsteht. Bisher war diese Einschätzung „weiches“ Pankreas eine reine subjektive Angelegenheit und Herr Belyaev hat mit einem für die Industrie entwickelten Härtemessgerät (Durometer) das Ganze auf eine objektive Basis gestellt. In dieser Arbeit werden die ersten Daten mit diesem Durometer vorgestellt und mit den subjektiven Einschätzungen des Pankreaschirurgen verglichen. Die beiden Ergebnisse korrelieren zwar gut, aber mit der Härtemessung mit dem Durometer sind exaktere Werte gegeben. Interessanterweise gab es keine Korrelation zwischen der Härtemessung mit dem histologischen Fibrosegrad. Bacteribilia after Preoperative Bile Duct Stenting: A Prospective Study. J Clin Gastroenterol 2009 Mar 78 [Epub ahead of print] Es war schwierig, diese Publikation in einem entsprechenden gastro-enterologischen Journal zu publizieren. Ein wesentlicher Grund war, dass man diese wichtigen Ergebnisse von konservativer Seite nicht unbedingt haben wollte, weil diese gegen das Stenting sprechen. Deshalb sind wir besonders stolz, dass es nun mit dieser Arbeit geklappt hat. Mit dem Aufbau des Pankreaszentrums am St. Josef-Hospital vor 5 Jahren haben wir bei allen Patienten, die an der Bauchspeicheldrüse operiert werden und eine Verbindung zum Gallengang bekommen haben (Gallengangs-Anastomose), einen intraoperativen Abstrich von der Gallenflüssigkeit und eine sorgfältige Spülung der Gallenwege vorgenommen. Bei nahezu 100% haben wir Bakterien im Gallengang gefunden, die vor der Operation eine ERC/P (endoskopische Darstellung des Gallen- /Pankreasganges mit Kontrastmittel) zur Diagnostik oder einen sogenannten Stent zur Gallengangsentlastung bei bestehender Gelbsucht (Ikterus) bekommen haben. Im Gegensatz dazu haben nur 21% der Patienten eine Keimbesiedlung der Gallenflüssigkeit gehabt, die vorher keine Manipulation am Gallengang hatten. Problematisch sind in diesem Zusammenhang resistente Keime, die während der Operation von den perioperativ gegebenen Antibiotika nicht abgedeckt werden und dann zu infektiösen Komplikationen führen können (Abszess, Wundinfektion, später Gallengangsinfektionen). Sicherlich kann man nicht bei einer schweren Gelbsucht und Leber- und Blutgerinnungsveränderungen auf eine präoperative Gallengangsentlastung verzichten, der Operateur sollte aber immer eine Untersuchung der Galle auf Bakterien veranlassen, um 1. die Keime zu kennen und 2. bei Problemen eine entsprechende zielgerichtete Antibiotika-Therapie einzuleiten.
Amino Acid Malbnutrition in Patients with Chronic Pancreatitis and Pancreatic Carcinoma Pancreas 2009 Jan18 [Epub ahead of print] Mit dieser Arbeit konnten wir als Erstautoren zeigen, dass sich die Zusammensetzung der verschiendenen Aminosäuren im Blut bei Patienten mit Pankreaserkrankungen im Vergleich zu gesunden Menschen verändert. Bei Patienten mit chronischer Pankreatitis und Pankreaskarzinom finden sich dabei unterschiedliche Resultate für diese Veränderungen. Diese Effekte finden die Erklärung in einer gestörten Aufnahme der Aminosäuren durch den Darm („Verdauungsproblem“) und/oder sind bei chronischer Pankreatitis durch den Entzündungsprozess bedingt. Weitere Untersuchungen erscheinen lohnenswert, um z.B. Patienten mit Pankreaskarzinom die fehlenden Aminosäuren mit einer Spezialdiät zuzuführen oder Patienten für einen operativen Eingriff vorzubereiten, um die postoperative Komplikationsrate zu verringern.. Reduced pancreatic volume and beta-cell area in patients with chronic pancreatitis. Gastroenterology 136: 513-522, 2009 Gastroenterology 2008 Nov 6 [Epub ahead of print] Auf diese Publikation in einer der wichtigsten internationalen Zeitschriften sind wir besonders stolz. Bei chronischer Pankreatitis ist sowohl das Volumen des Pankreasgewebe als auch der beta-Zellen im nahezu gleichem Ausmass reduziert (21-29%). Der Entzündungs-prozess bei dieser Erkrankung beeinflusst damit vor allen Dingen die exokrine (Verdauung) und weniger auf die endokrine (Blutzuckerregulation) Pankreasfunktion. Bei Patienten mit chronischer Pankreatitis und endokriner Funktionsstörung wollen wir in Zukunft die Frage beantworten, ob mit neuen Medikamenten die Blutzuckerregulation verbessert werden kann. Metabolic consequences of a 50% partial pancreatectomy in humans. Diabetologia 52: 306-317, 2009 Diabetologia 2008 Nov 27 [Epub ahead of print] Mit der Argument, dass eine Pankreaslinksentfernung konsequenterweise zu einem Diabetes mellitus führt, wird in dieser eigenen Untersuchung widerlegt. Dies hängt ganz eindeutig von der zugrunde-liegenden Erkrankung (v.a. chronische Pankreatitis) und einer bereits vor der Operation bestehenden diabetischen Stoffwechsellage ab. Zusätzlich konnte gezeigt werden, dass eine Pankreaskopf-Entfernung einen Diabetes sogar wieder verbessern kann. Intraductal papillary mucinous neoplasms of the pancreas: pro surgical therapy - pro surveillance. Zeitschrift für Gastroenterologie 46:1290-129, 2008 In dieser deutschen Publikation wird die aktuelle Diagnostik und Therapie bei intraduktal papillär-muzinösen Neoplasien (IPMN) aus gastro-enterologischer und chirurgischer Sicht umfassend dargestellt. Besonderes Augenmerk wird auch auf die Unterteilung in Hauptgang- und Seitengang-IPMN gelegt. Bei letzterer Erkrankung ist ein ganz individuelles Vorgehen in entsprechenden interdisziplinären Pankreaszentren angezeigt.
Histopathological features of patients with chronic Pancreatitis due to mutations in the PRSS1 gene: evaluation of BRAF and KRAS2 mutations. Digestion, 78:60-65, 2008 Bei den vererbbaren Formen der chronischen Pankreatitis sind mittlerweile für das kationische Trypsinogen (PRSS1) über 20 Genmutationen bekannt. Bei diesen Formen wird im Langzeitverlauf eine erhöhte Rate an bösartigen Pankreastumoren gesehen, was Gegenstand der Untersuchungen im Vergleich zu anderen nicht-vererbbaren Formen der chronischen Pankreatitis war. Pankreaslinksresektion: Wann radikal, wann Milz-erhaltend. Distal pancreatectomy: Radical or spleen-preserving? Chirurg 79: 1123-1133, 2008 Chirurg, Oct 1, 2008 [Epub ahead of print] In dieser Arbeit werden die Indikationen, die Ergebnisse aus der Literatur und die eigenen Erfahrungen für die Pankreaslinksresektion mit oder ohne Milzentfernung kritisch besprochen. The effect of synacthen on acute necrotizing pancreatitis in rats. Pancreas 37(3):316-20, 2008 Hierbei handelt es sich um eine experimentelle Arbeit, die zeigt, dass das endogene Cortisol für die schwere oder nekrotisierende akute Pankreatitis im weiteren Verlauf der Erkrankung eine grosse Rolle spielt. Eine niedrig-dosierte Gabe von Hydrocortison bei der schweren akuten Pankreatitis scheint eine positiven Einfluss zu haben. Satisfactory long-term results after simultaneous resection of the esophagus, stomach and pancreas. Langenbecks Arch Surg 394: 383-385, 2009 Langenbecks Arch Surg, Aug 15, 2008 [Epub ahead of print] In diesem Fallbericht wird eine Frau beschrieben, die lange Zeit bei chronischer Pankreatitis ein Stenting des Gallen- und Pankreasganges bekommen hat. In unserem Pankreaszentrum erfolgte schliesslich die Vorstellung mit starken Therapie-refraktären Schmerzen sowie wiederkehrenden Gallengangsentzündungen (rezidivierende Cholangitis). In unserem Work-up fiel dann zusätzlich ein bösartiger Tumor am Mageneingang auf. Dies stellte ein ausgesprochen schwieriges operatives Problem dar, damit beide Erkrankungen behandelt werden. Es wurde ein 9-stündiger Eingriff durchgeführt mit Whipple-Operation und simultaner kompletter Magenentfernung. Nach unserer Kenntnis ist dies der erste Fall in der Weltliteratur. Die Arbeit beschreibt des weiteren das gute Langzeitergebnis nach über 2 Jahren Nachbeobachtungszeit. Double sigmoid colon perforation by a migrated biliary stent. Acta Chir Belg, 108(1):125-6, 2008 Mittlerweile wurden an unserem Pankreaszentrum 3 Patienten operiert, bei denen im Rahmen des großen Pankreaseingriffs intraoperativ gleichzeitig eine Perforation im Sigmabereich gefunden wurde. Bedingt war dieses Problem durch eine Stent-Dislokation und Wanderung desselben durch den oberen Verdauungstrakt mit Verklemmung in Dickdarmdivertikeln im Sigma. Konsequenz: Patienten, die wegen Ikterus einen Stent bekommen und bei denen eine schwere Divertkelerkrankung bekannt ist, sollten deshalb bezüglich dieser Komplikation besonders beobachtet werden.
Tailored resective pancreatic surgery for pediatric patients with chronic pancreatitis. J Pediatr Surg, 43(4):634-43, 2008 In dieser Arbeit werden unsere Erfahrungen der organ-erhaltenden Pankreaseingriffen bei Kindern mit chronischer Pankreatitis zusammengefasst. Dexamethasone affects inflammation but not trypsinogen activation in experimental acute pancreatitis. Eur Surg Res, 40(4):317-24, 2008 Intraductal Papillar Mucinous Neoplasms of the Pankreas Partial Pancreatectomy in Adult Humans does not Provoke Beta-cell regeneration. Corticosteroid-binding Globulin: A Possible Early Predictor of Infection in Acute Necrotizing Pancreatitis. Pancreatic Redo Procedures: to do or not to do – this is the Question. |
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| >>Hier können Sie alle Publikationen aus der Chirurgischen Klinik, die in der Medline Datenbank registriert sind, aufrufen. Medline-gelistete Arbeiten | |||||||||||||||||
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In der aktuellen Arbeit haben wir unsere operierten Patienten der ersten beiden Jahre untersucht, die nach einer erfolgten Operation am Pankreas bei gutartiger Erkrankung erneut einem chirurgischen Pankreaseingriff bei uns unterzogen wurden. Bei diesen Fällen wurde ein sogenannter Re-Do-Whipple durchgeführt bei Problemen an den Anastomosen zum Restpankreas (rezidivierende Pankreatitis) oder den Gallenwegen (rezidivierende Cholangitis). Diese komplexen Eingriffe bei veränderter Anatomie können bei entsprechender Erfahrung sicher für den betroffenen Patienten durchgeführt werden. |
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| Aktuelles Buch über Pankreaserkrankungen | |||||||||||||||||
| von Markus W. Büchler, Waldemar Uhl und Peter Malfertheiner | |||||||||||||||||
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Markus W. Büchler (Heidelberg), Waldemar Uhl (Bochum),
Peter Malfertheiner (Magdeburg) Die zweite, vollständig überarbeitete Auflage trägt dem seit der Erstauflage 1996 gewonnen umfangreichen neuen Wissen Rechnung. Von einem Autorenteam verfasst, das über eigene Erfahrung im Bereich der Pankreas-erkrankungen verfügt, stellt sie eine ideale Kombination von evidenzbasierter Literatur und Expertise der Autoren dar. |
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Der interdisziplinäre Zugang zu Grundlagen, Diagnostik und Therapie von Erkankungen des Pankreas wurde beibehalten, ebenso wie das Konzept einer konsequenten Verknüfung der knapp gehaltenen und klar strukturierten Texte mit den entsprechenden Bildinhalten. Im Kapitel über aktue Pankreatitis wurde neben neuen Nekrosemarkern vor allem der Bildgebung mittels Kernspintomographie und den verschiedenen randomiserten kontrollierten Studien zur Therapie viel Raum gegeben. Bei der chronischen Pankreatitis wurden Ätiologie und Klassifikation überarbeitet, Klinik, Pankreasfunktion und Bildgebung stärker gewichtet sowie neue klinische Studien aufgenommen. Bei den Pankreastumoren schliesslich wurde besonderes Gewicht auf die Bildgebung mit der revolutionären Technik des Spiral-CT und die ultraschnelle Kernspintomographie in der "All-in-one"-Technik gelegt. Zudem wurde der in Zukunft immer wichtiger werdenden Molkularbiologie und den vielen Erkrankungen zugrunde liegenden Genpolymorphismen besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Dieses Buch richtet sich ganz besonders an Allgemeinärzte und Studenten in klinischen Semestern, darüber hinaus an Spezialisten mit Wissensbedarf über das Pankreas wie Internisten, Gastroenterologen, Chirurgen, Radiologen, Onkologen, Pathologen und Kinderärzte. Ein übersichtliches Nachschlagewerk zum Thema. Im Buchhandel erhältlich. Mehr Info und Downloads über www.karger.com |
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