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Presseberichte |
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| Folgende Presseberichte zum Pankreaszentrum sind erschienen: | |
Ärzteliste „Experten für Tumoren des Verdauungstrakts“. Focus-Ausgabe Nr 26/10 vom 28. Juni 2010. |
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Durch eine grundsolide, kontinuierliche, medizinisch evidenz-ausgerichtete und individuell patienten-orientierte klinische Arbeit in den letzten 6 Jahren am St. Josef-Hospital Bochum ist es Prof. Dr. W. Uhl gelungen, in die aktuelle Focus-Ärzteliste „Experten für Tumoren des `Verdauungstraktes“ aufgenommen zu werden. Das stellt eine große Ehre für das Pankreaszentrum dar und Prof. Uhl bedankt sich dafür bei seinem gesamten Team. Nachfolgend sehen Sie einen Auszug aus dieser Liste: |
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| Der Grafik ist >>hier abrufbar. | |
DerWesten, Ausgabe Bochum vom 19.03.2010
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| lm Josefcarree trifft Medizin auf Komfort | |
Bochum. Es ist ein modernes Medizinmärchen auf über 15000 qm Fläche: Mit einem Festakt ist am Freitag das Josefcarree eingeweiht worden. Es soll die medizinische Versorgung des St. Josef-Hospitals ergänzen. |
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Hier einige Zahlen und Fakten: 19 Monate Bauzeit, 20,3 Mio Euro Investitionsvolumen, 170 Parkplätze, 14 Facharztpraxen, Apotheke, Sanitätshaus und stylische Cafeteria. Ein Highlight des Neubaus, der auch die Eingangspforte zum St. Josef-Hospital bildet, ist die Station für Privatpatienten, die sich auf der dritten Etage befindet. 27 Einzelzimmer, darunter zwei Suiten, verbinden die medizinische Versorgung mit dem Komfort eines Top-Hotels. An diesem Samstag können sich alle Interessenten bei einem Tag der offenen Tür selbst einen Eindruck von dem neuen Gesundheitszentrum verschaffen. Vielleicht werden sie so begeistert sein wie es der Ärztliche Geschäftsführer Prof. Dr. Peter Altmeyer und wie es Geschäftsführer Franz-Rainer Kellerhoff jetzt schon sind. „Uns ist die Verknüpfung zwischen stationärer und ambulanter Behandlung mit dem Josefcarree sehr gut gelungen“, sagt Altmeyer. Erst gestern ist der letzte Stein verlegt worden, das Großprojekt also auf den Punkt fertig geworden. Damit, so Altmeyer, wolle das Kath. Klinikum sich auch für die Zukunft gut aufstellen, „denn der Wettbewerb unter den Krankenhäusern ist groß“. Kassen- und Privatpatienten sollen gleichermaßen gut behandelt werden, die Privatpatienten sollen dazu noch einen gehobenen Unterbringungskomfort genießen. Projektleiterin Sabine Marton sagt nicht ohne Stolz: „Wir haben alles vermietet. Die ersten Praxen öffnen am 1. April, die letzten am 1. Juli.“ |
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| WAZ-Artikel, Ausgabe Bochum vom 18.03.2010 | |
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PRESSE INFORMATION
Russische Mediziner besuchen Pankreaszentrum am St. Josef-Hospital Bochum Enger Austausch auch für die Zukunft vereinbart
BOCHUM. Im Rahmen eines zweitägigen Klinikbesuchs am Pankreaszentrum des St. Josef Hospitals Bochum haben fünf renommierte Universitätsprofessoren aus Moskau und St. Petersburg die Gelegenheit genutzt, einen intensiven Einblick in die moderne Diagnostik und Therapie von Bauchspeicheldrüsenerkrankungen zu bekommen. Die Chefärzte und Leitenden Ärzte nahmen aktiv und mit großem Interesse mit den gastroenterologischen Kollegen am Tagesprogramm in der Endoskopie (Einrichtung zur Spiegelung des Magen-Darmtraktes mit Möglichkeit der Durchführung spezieller Maßnahmen an der Bauchspeicheldrüse und dem Gangsystem der Gallen- und Verdauungsaftwege) und in der Klinik für Chirurgie am Operationsbetrieb teil. Abgerundet wurde das (durch die Firma Solvay Pharmaceuticals unterstützte) Programm mit Vorträgen, Patientenfallbesprechungen sowie einem Besuch auf der interdisziplinären „Bauchstation“. Für die Zukunft vereinbarten Gäste und Gastgeber eine enge klinisch-wissenschaftliche Zusammenarbeit und einen intensiveren Austausch zwischen den Standorten in Bochum und Moskau/St. Petersburg. Diese enge und vertrauensvolle Kooperation sehen beide Seiten als Stärkung des zukünftigen NRW-Gesundheitscampus. Das Pankreaszentrum am St. Josef Hospital Bochum geleitet von den beiden Professoren Wolfgang E. Schmidt (Medizinische Klinik I) und Waldemar Uhl (Klinik für Chirurgie) hat sich national und international zu einem wichtigen Referenzzentrum entwickelt. Jährlich behandelt dieses Klinikum der Ruhr-Universität knapp 1.000 Patienten mit unterschiedlichen Erkrankungen an der Bauchspeicheldrüse, davon 300 im Rahmen eines komplexeren Eingriffes. Für Rückfragen stehen wir unter der Rufnummer (0234 509 2211) gern zur Verfügung. Weitere Informationen über das Pankreaszentrum des St. Josef Hospitals Bochum finden Sie unter www.pankreaszentrum.de. |
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Bildzeile (v.l.v.n.r.u.): Prof. Dr. Sabir Mektiev (Professor of the Gastroenterology Department at the Arkhangelsk Medical Academy, St. Petersburg), Dr. Orlin Belyaev (Assistenzarzt Klinik für Chirurgie, St. Josef-Hospital Bochum), Dr. Jan-Michel Otte (Oberarzt Medizinische Klinik I, St. Josef-Hospital Bochum), Dr. Sergey Skripchenko (Solvay Pharma, Russia), Prof. Wolfgang E. Schmidt (Bochum), Prof. Waldemar Uhl (Bochum), Prof. Elena Belousova (Head of the Gastroenterology Department at the Faculty for the after-diploma preparing of the medical specialists at the Moscow Regional Scientific Institute of Clinical Research, Moskau), Prof. Liudmila Butorova (Professor of the Gastroenterology Department State Institute of Advanced Medical Studies of the Ministry of Defense of Moscow Region, Moskau), Prof. Natalia Agafonova (Associate Professor of the Gastroenterologyl Department of the Doctors' training faculty at the Pirogov Russian State Medical University, Moskau), Prof. Vladimir Grinevich (Head of the Gastroenterology Department at the Faculty of the Advanced Medical Studies, the Head of Gastroenterology Department of the Armed Forces of Russian Federation, St. Petersburg), Dr. Konstantinos Pirilis (Solvay Pharma International).
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dipl.-Journ. Vassilios Psaltis Gudrunstraße 56 44791 Bochum Tel.: 0234 / 509-2744 u. -2726 Fax: 0234 / 509-2718 E-Mail: v.psaltis@klinikum-bochum.de
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Durch die Übertragung der Verantwortung für die Chirurgische Klinik am Standort Klinik Blankenstein sind stationäre Aufnahmen von Patienten mit Pankreas-erkrankungen zur Diagnostik und Therapie auch dort möglich. Durch die Anbindung an die Zentrumsklinik ist die universitäre Behandlung auf höchstem Niveau garantiert (Operationen und regelmässige Visiten durch Prof. Dr. med. W. Uhl und sein Team). Der Standortvorteil liegt in der individuellen und sehr familiären Versorgung durch das Pflegepersonal und der guten lokalen Infrastruktur (Essen im Panorama-Restaurant, Einbeziehung von naturheilkundlichen Verfahren, gute Parkmöglichkeiten, kurze Erreichbarkeit über die A 43 und schön ausgestattete Einzelzimmer). Die Klinik Blankenstein gehört nach der aktuellen größten Umfrage zur Patienten-Zufriedenheit der Techniker Krankenkasse zu den 100 besten Krankenhäusern Deutschlands (Platz 67). |
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| Auszug aus der Zeitschrift "Mach mal Pause", Ausgabe 46/06 | |
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Ursula Lommes (63) quälte sich mit furchtbaren
Bauchschmerzen. Dann brach sie zusammen.
Diagnose: Entzündung der Bauchspeicheldrüse. |
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Todesangst! Ursula Lommes hat sie erlebt. Vor eineinhalb Jahren bekam die ehemalige Dekorateurin aus Schwalmtal (Niederrhein) ohne jede Vorwarnung kolikartige Schmerzen im Oberbauch. „Mir wurde so übel, dass ich mich übergeben musste“, erinnert sie sich. „Ich konnte mich nur noch mit einer Wärmflasche ins Bett legen.“ Zwei Stunden später war der Spuk vorbei. Sie verdrängte das Ereignis. „Ich bin keine große Arztgängerin…“ Einen Monat später: die nächste Attacke. Diesmal suchte die Rentnerin ihre Hausärztin auf. „Sie schickte mich zur Magenspiegelung. Dabei kam raus, dass Magensäure in meine Speiseröhre zurücklief.“ Gegen diesen so genannten Reflux erhielt Ursula Medikamente. Dennoch wiederholten sich die Schmerzanfälle in immer kürzeren Abständen, bis Ursula Lommes fast wöchentlich darunter litt. Und sie hielten immer länger an, „zuletzt fast vier Stunden. Manchmal war es so schlimm, dass ich dachte, ich sterbe. Mein Mann drängte mich, ins Krankenhaus zu gehen. Aber das wollte ich nicht.“ Ihre Hausärztin war in dieser Situation keine Hilfe. „Sie verordnete mir nur eine Magenspiegelung nach der anderen.“ Im Januar dieses Jahres dann der dramatische Höhepunkt. Mit dem Rad kam die begeisterte Sportlerin vom Einkaufen, als die Schmerzen sie überfielen. „Mir wurde schlecht. Ich konnte nicht mehr klar denken“, schildert sie. „Trotzdem schaffte ich es noch fast bis zu unserer Haustür, wo mir ein Nachbar entgegen kam. Dann brach ich ohnmächtig zusammen.“ An die folgenden Geschehnisse hat die heute 63-Jährige keine bewusste Erinnerung. Im Krankenhaus Maria Hilf in Mönchengladbach wurde sie notoperiert. Es stellte sich heraus, dass sie Gallensteine hatte. Einer davon hatte sich gelöst und verstopfte den gemeinsamen Ausführungsgang von Gallenblase und Bauchspeicheldrüse (Pankreas) kurz vor seiner Einmündung in den Zwölffingerdarm. Folge: Das vom Pankreas produzierte Verdauungssekret wurde zurückgestaut und griff das eigene Gewebe an. Die Bauchspeicheldrüse war stark entzündet und verdaute sich praktisch selbst. Für Ursula Lommes bestand akute Lebensgefahr. „Man machte meinem Mann kaum noch Hoffnung“, sagt sie leise. „Wahrscheinlich habe ich nur überlebt, weil ich seit 25 Jahren Radrennen fahre und dadurch sehr durchtrainiert bin.“ Nach Entfernen des Gallensteins hätte sie auch an der Bauchspeicheldrüse operiert werden müssen. „Aber dazu war ich zu schwach. Ich hatte in den Monaten zuvor 17 Kilo abgenommen.“ Auf den Rat einer Mitpatientin wandte sich Ursula Lommes nach der Reha an einen Spezialisten: Prof. Waldemar Uhl vom Pankreaszentrum am St. Josef-Hospital der Uniklinik Bochum. Dort wurden ihr am 23. März in einer sechsstündigen Operation die Galle („Mit 20 Steinen!“), die Milz sowie der bereits abgestorbene ‚Schwanz’ der Bauchspeicheldrüse entfernt. „Daraus wäre sonst womöglich Krebs entstanden“, weiß sie. „Ich hatte wirklich großes Glück.“ Dank ihrer guten Konstitution erholte sich die Patientin erstaunlich schnell von dem schweren Eingriff. Sie muss nicht einmal Insulin spritzen, obwohl nun ein für die Hormonproduktion wichtiger Teil des Pankreas fehlt. Mit den Einschränkungen bei der Ernährung kommt sie problemlos zurecht. „Alkohol war sowieso nie mein Fall. Verzichten muss ich auf saures Obst, auf Fettes und Gebratenes. Dafür soll ich viel Fisch essen.“ Dass sie zu jeder Mahlzeit Tabletten einnehmen muss, die die Verdauungsenzyme ersetzen, nimmt sie gern in Kauf. Dafür macht ihr etwas anderes zu schaffen: „Wäre ich bloß von Anfang an zum Facharzt gegangen! Das hätte mir sicher viel erspart. Aber wer denkt schon an seine Bauchspeicheldrüse ...?“ Claudia Krause |
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| Mehr zu diesem Artikel mit Fotos und Interview mit Prof. Uhl erfahren Sie im >>pdf. | |
WAZ – 03.05.2006 Neue Therapien, Austausch und viel Information 44. Bundestreffen für Bauchspeicheldrüsenoperierte vom 5. bis 7. Mai Vom 5. bis 7. Mai findet das 44. bundesweite Informationstreffen für Bauchspeicheldrüsen-operierte im RuhrCongress Bochum statt. Der bereits 1976 von Betroffenen gegründete Arbeitskreis der Pankreatektomierten (AdP) lädt in Zusammenarbeit mit dem Bauchspeicheldrüsenzentrum des St. Josef-Hospitals nicht nur Patienten, sondern auch Angehörige und Mediziner ein. "Bis jetzt haben sich 350 Teilnehmer angemeldet, wir erwarten aber bis zu 450 Interessierte", sagt AdP-Vorstandsmitglied Udo Hemmers. Bauchspeicheldrüsen-Krebs ist in den letzten Jahren die vierthäufigste Krebstodesursache in den Industrieländern geworden. "Das liegt zum einen an der verbesserten Diagnostik und der gestiegenen Lebenserwartung, aber vor allem an unserem Lifestyle", sagt Prof. Dr. Waldemar Uhl, ärztlicher Direktor des Pankreaszentrums Bochum. Denn starker Alkohol- und Zigarettengenuß sowie üppiges Essen schaden der "Schaltstelle der Verdauung". Wurde die Bauchspeicheldrüse aufgrund einer Entzündung oder eines Tumors entfernt, muss der Patient mit vielen negativen Folgen rechnen: "Man ist einfach nicht mehr so leistungsfähig wie zuvor", sagt der AdP-Vertreter und ehemalige Bergmann Udo Hemmers, der 1996 an der Pankreas operiert wurde und seitdem arbeitsunfähig ist. "Zum Essen muss ich die fehlenden Verdauungsenzyme als Tabletten einnehmen und eine Insulinpumpe habe ich auch." Neben den körperlichen Einschränkungen hatte Hemmers auch Probleme ganz anderer Art: "Meine Rentenansprüche konnte ich erst drei Jahre nach der Erkrankung vor dem Sozialgericht geltend machen und eine Kur wurde mir nicht genehmigt, da ich ja eh nicht mehr ins Berufsleben zurück kann". Alle diese Probleme werden auch auf dem Informationstreffen der AdP diskutiert. Es geht nicht nur um die obligatorische Vorstellung neuer Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten. Neben der Nachbehandlung der Patienten im Bereich Ernährung, Reha sowie Schmerztherapie werden auch Rentenfragen und die Auswirkungen der Psyche auf Geschwülste Themen sein. Info: www.pankreaszentrum.de, Tel: 509 2211. |
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Immer am Puls, Ausgabe 8 2004 Seit Januar 2004 arbeitet am St. Josef-Hospital Universitätsklinikum-Bochum ein Zentrum für Bauchspeicheldrüsen- oder Pankreaserkrankungen von europäischem Rang. Mehr als 100 Patienten wurden auf der Basis eines gemeinsamen Diagnostik- und Therapie-Konzepts von Gastroenterologie und Chirurgie bereits behandelt, über 40 Patienten zwischen 10 und 82 Jahren unterzogen sich einer Operation am Pankreas. Dabei traten kaum Komplikationen auf, kein Patient ist nach der OP verstorben. Geleitet wird das Pankreaszentrum im Team, - von dem Magen-Darm-Spezialisten Dr. Wolfgang E. Schmidt, Chefarzt der Medizinischen Klinik, und dem neuen Chefchirurgen und Pankreasspezialisten Prof. Dr. Waldemar Uhl, der im Januar 2004 die Nachfolge von Prof. Dr. Volker Zumtobel antrat. Erkrankungen an der Bauchspeicheldrüse sind eher selten. Die Wissenschaft rechnet mit 30 bis 40 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner. Die Zahl der Erkrankungen ist aber steigend, was auf den veränderten Lebensstil der Bevölkerung - üppiges Essen, Alkohol, Nikotin - zurückzuführen ist. Operative Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse sind komplex und schwierig. Noch vor 20 Jahren war die Pankreaschirurgie für betroffene Patienten eine sehr gefährliche Angelegenheit. Damals hat man - wann immer möglich - lieber gar keine Operation an diesem Organ durchgeführt. Die Zeiten habe sich zum Wohle der Patienten geändert. Die Professoren Schmidt und Uhl setzen gezielt auf abteilungsübergreifende Zusammenarbeit. Sie bündelten Gastroenterologie und Chirurgie mit der Radiologie, der Strahlentherapie der Kinderklinik, der Anästhesiologie der Gefäßchirurgie und der Kardiologie. Im Zentrum der Aktivitäten steht wegen seiner außergewöhnlich großen Erfahrung bei der Behandlung und Operation von Pankreasbeschwerden der neue Chefchirurg Prof. Dr. Waldemar Uhl, der während seiner Arbeit in Ulm, Bern und Heidelberg an mehr als 2.500 Patienten Expertise in der Behandlung von Pankreaserkrankungen gewinnen konnte. 350 Publikationen zum Thema Pankreas, darunter internationale Standardwerke, stammen aus seiner Feder. Hoffnung schöpfen können Eltern von Kindern mit Pankreaserkrankungen. |
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Weiterbildungszentrum für pädiatrische Gastroenterologie 2004 erhielt die Universitäts-Kinderklinik Bochum die Zertifizierung als Weiterbildungszentrum für Pädiatrische Gastroenterologie. Leiterin des Zentrum ist Privatdozentin Dr. Anjona Schmidt-Choudhury. |
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Pankreaszentrum hilft auch Kindern Kinder mit Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) sind in Bochum außergwöhnlich gut aufgehoben. Gerade erst konnte ein 10jähriger bereits eine Woche nach einer großen Pankreas-OP die Bochumer Klinik wieder verlassen. Die kleinen Patienten profitieren von der Zusammenarbeit der Pädriatrischen Gastroenterologen über Klinikgrenzen hinweg: Der Pankreas-Eingriff vollzieht sich in der Chirurgie des St. Josef-Hospitals unter der Leitung des international renommierten Pankreas-Chirurgen Prof. Dr. Waldemar Uhl. Intensivmedizinisch betreut werden die jungen Patienten auf der interdisziplinären Bauchstation unter Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Schmidt und Prof. Uhl. Un ganz gesund werden sie auf den familienfreundlichen Stationen der Universitätskinderklinik, - eine glückliche Kombination, die in NRW ihresgleichen sucht. |
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Ruhrnachriten Nr. 163 29. Woche |
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Geleitet wird das Pankreaszentrum im Team - von dem Magen-Darm-Spezialisten Prof. Dr. Wolfgang E. Schmidt, Chefarzt der Medizinischen Klinik, und dem neuen Chefchirurgen und Pankreasspezialisten Prof. Dr. Waldemar Uhl, der im Januar die Nachfolge von Prof. Dr. Volker Zumtobel antrat. Erkrankungen an der Bauchspeicheldrüse sind eher selten. Die Wissenschaft rechnet mit 30 bis 40 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner. Besonders wichtig ist dem neuen Pankreas-Zentrum die Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe, dem Arbeitskreis der Pankreatektomierten. Organisiert haben sich darin bundesweit rund 1100 Mitglieder. 40 Kontaktstellen in ganz Deutschland beraten betroffene Patienten bei der Auswahl der behandelnden Ärzte und der Kliniken für eine Operation. Alle Kontaktstellen in NRW raten zu einem Besuch in Bochum. Volker Stemmann |
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WAZ Donnerstag 15. Juli 2004 "Noch vor 20 Jahren bargen solche Operationen
ein hohes tödliches Risiko", erklärte Chefarzt Prof.
Waldemar Uhl. |
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Westfälische Rundschau 15.7.2004 Maximilian aus Castrop-Rauxel war gestern eine
der Hauptpersonen im St. Josef-Hospital. Noch blass um die Nase und
als Mittelpunkt einer Pressekonferenz aufgeregt, wartete er auf den
Mediziner, der ihn von seinem Leiden erlöst hatte: Professor Uhl
stand noch im Operationssaal - ein dringender Fall. Der Patienten-Strom
schwoll an, seit Uhl Anfang des Jahres aus Heidelberg ans St. Josef-Hospital
kam. Der Pankreas-Spezialist hat innerhalb von kurzer Zeit mit dem Magen-Darm-Experten
Prof. Dr. Wolfang E. Schmidt ein interdisziplinäres Buchsepicheldrüsen-Zentrum
von Rang aus dem Boden gestampft. Uhl operierte, und das ist ungewöhnlich
für Kinder, auch Maximilian an der chronisch entzündeten Bauchspeicheldrüse. Josef-Hospital ein neuer Anlaufpunkt |
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Spezialisten verbessern Chancen für Patienten Interdisziplinäre Einrichtung arbeitet seit Januar 2004 - Schon über 170 Operationen - Forschung gehört dazu Von Werner Conrad Die vorbehandelnden Ärzte hatten den 52-jährigen Mann mit einem bösartigen Tumor in der Bauchspeicheldrüse und Darmverschluss bereits aufgegeben - im Pankreaszentrum am Uni-Klinikum St. Josef hat man nach zwei Operationen im Wettlauf mit dem Tod Zeit gewonnen: Der Patient lebt - fast eineinhalb Jahren nach der düsteren Prognose. Das in dieser Form einmalige Bochumer Spezialistenzentrum besteht seit Januar 2004 - und erfreut sich seitdem ständig zunehmender Resonanz. Das noch recht neue interdisziplinäre Pankreaszentrum im großen Klinikkomplex an der Gudrunstraße baute Prof. Dr. Waldemar Uhl auf, der am 1. Januar 2004 seinen Dienst als Direktor und Chefarzt der Chirurgischen Klinik aufnahm - mit entsprechenden Voraussetzungen natürlich, denn Uhl hatte als Oberarzt in den Berner und Heidelberger Zentren für Pankreatologie wertvolle Erfahrungen gesammelt. Am St. Josef in Bochum hatte man sich im Jahr 2003 für diesen Weg der Spezialisierung entschieden. Und heute ist sich Prof. Dr. Wolfgang Schmidt, Direktor der Medizinischen Klinik I des Uni-Klinikums St. Josef-Hospital, sicher: "Wir haben in Nordrhein-Westfalen zur Zeit kein anderes vergleichbar etabliertes Pankreaszentrum als unseres hier in Bochum." Mit Professor Schmidt wird zugleich die interdisziplinäre Ausrichtung des Pankreaszentrums deutlich: Der Gastroenterologe und Onkologe arbeitet eng mit dem Chirurgen Professor Uhl zusammen, man trifft sie zusammen bei der Visite auf der gemeinsamen 20-Betten-Bauchstation, die beiden Teams der unterschiedlichen Fachrichtungen kooperieren, die Entscheidungen über Therapien und Eingriffe im Magen-Darm-Bereich werden gemeinsam getroffen. Auch die anderen Spezialisten des Uni-Klinikums stehen zur Verfügung. Das ist für Waldemar Uhl das Besondere in Bochum, wenn er es mit seinen vorherigen beruflichen Stationen vergleicht: "Hier gibt es eine Maximal-Versorgung, die Wege sind kurz, wir schauen uns den Patienten interdisziplinär an." Vernetzung mit internationalen Instituten ähnlicher Ausrichtung soll den immer aktuellen Forschungsstand garantieren. Ein Zentrum, das sich auf ein Fachgebiet konzentriert, bietet dem Patienten bessere Diagnostik- und Behandlungsmethoden als Krankenhäuser, die auf vielen Gebieten über weniger Erfahrungen verfügen - diesen Grundgedanken zunehmender Zentren-Bildung im Gesundheitswesen belegt Prof. Dr. Waldemar Uhl gern mit konkreten Bochumer Zahlen. Bei den erfassten 160 Operationen von Januar 2004 bis Mai 2005 (bis Ende vergangener Woche waren es bereits 171) lagen die Komplikationsraten extrem niedrig: Pankreas-Fistel 2,5 Prozent (als hinnehmbar akzeptiert sind zehn Prozent), Re-Operationen 2,6 Prozent (allgemeine Rate acht bis 15 Prozent), Letalität (Tod) 1,3 Prozent (Prof. Schmidt: "Die besten Zentren liegen um die drei Prozent"). Professor Uhl verweist in diesem Zusammenhang auf eine Studie aus den USA aus dem Jahr 2002, basierend auf 2,5 Mio. Erkrankungen und Operationen - sie weist bei zwei oder weniger Pankreasoperationen eine OP-Mortalität von 14,6 Prozent, bei 16 Operationen und mehr von 3,8 Prozent aus. Uhl hat noch eine beeindruckende Zahl auf Lager: Beim Pankreaskarzinom ("Der tödlichste Krebs von allen", so Schmidt) leben von 37 000 behandelten Patienten nach einer Untersuchung nur 157 (0,4 %) länger als fünf Jahre - die Pankreaszentren weisen deutlich bessere Daten auf: hier liegt die Quote zwischen 24 und 26 Prozent. Natürlich wird im Bochumer Pankreaszentrum nicht nur operiert - seit Eröffnung Anfang 2004 wurden hier insgesamt über 700 Patienten mit Bauchspeicheldrüsenerkrankungen behandelt. Die Nachfrage steigt stetig. Wichtig für das Bochumer Zentrum ist auch die Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation "Arbeitskreis der Pankreatektomierten" (AdP - Internet: www.adp-dormagen.de), die ihr nächstes bundesweites Informationstreffen im Mai 2006 in Bochum durchführen wird. Zu den Aufgaben des Pankreaszentrums am St. Josef-Hospital gehört auch die Forschung. So ist ein Forschungsprogramm angelaufen, um zusammen mit anderen Zentren in Deutschland neue Therapien und Chemotherapien zu erproben, "auch um die Überlebenszeit nach oben zu bringen", erläutert Professor Schmidt. Er hofft, dass nach den Sommerferien die ersten Patienten mit neuen Chemotherapien behandelt werden können. Insgesamt geht es bei den Forschungen um einen ganzheitlichen Ansatz. Schmidt: "Die Monotherapie ist ein Fehler." Und so zeige sich auch auf diesem Feld, sagt Chirurg Uhl, "wie gut es ist, dass wir gemeinsam zum Wohl der Patienten arbeiten. Nur mit gemeinsamer Arbeit werden wir weiterkommen." Das ist für die Patienten lebenswichtig, denn der eingangs genannte Fall des 52-Jährigen ist auch für die Experten des Pankreaszentrums ein positives Extrembeispiel - aber Professor Uhl spricht auch allen anderen Erkrankten Mut zu: "Man kann heute schon viel machen." Das Pankreaszentrum am St. Josef-Hospital ist angetreten, dass es noch viel mehr wird. Die Bauchspeicheldrüse bzw. das Pankreas liegt versteckt hinter dem Magen und der Wirbelsäule. Die zwischen 80 und 120 g schwere Drüse ist vor allem wichtig für die Verdauung und die Steuerung der Blutzuckerregulation. Die Zahl der Pankreas-erkrankungen nimmt zu. Ursachen: der heutige Lebensstil (Rauchen, Übergewicht, Alkohol), Diagnostikverbesserung. Die drei wesentlichen Erkrankungen: akute Bauchspeicheldrüsenentzündung, chronische-entzündung (tritt auch schon bei Kindern auf, kann erblich sein), Pankreastumore. Umfangreiche Informationen, auch für den Laien verständlich erklärt, im Internet unter www.pankreaszentrum.de und www.klinikum-bochum.de Alle Angaben in den Info-Kästen: Pankreaszentrum St. Josef-Hospital Bochum. Qualle: WAZ - 25.06.2005 / LOKALAUSGABE / BOCHUM |
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